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Reisetagebuch
Sambia-Rundreise vom 23.08.2013 – 04.09.2013


Die Reisegruppe besteht aus Anita Bartsch, Ihrem Neffen Christian und seiner Frau Ilka. Ab Luanshya wird  noch der Patensohn der Fam. Bartsch, Charles, dazu stoßen. Der 5. Mann in der Truppe ist unser Fahrer und guter Freund Elias. Ohne ihn wäre die Reise sehr viel beschwerlicher gewesen.

Die Reise führt uns von Lusaka aus über Ibenga, Luanshya, Kitwe und Solwezi bis in den äußersten Westen Sambias nach St. Kalemba und zurück.
Ziel der Reise ist es,

1. alle unsere Patenkinder zu Hause zu besuchen, das familiäre Umfeld kennen zu lernen und das Geld für die Schulausbildung direkt zu übergeben. 
2. die Fortschritte des in 2011 gestarteten Projekts der Nähschule in St. Kalemba zu begutachten.

3. den Stand beim Aufbau einer PrimarySchool (Grundschule)  in St. Kalemba zu überprüfen

Für diese beiden Projekte erhielten wir ebenfalls  Spendengelder, die wir vor Ort übergeben möchten. Wir sind also gespannt, was uns alles auf unserer Reise erwartet!

 

23.08.2013: Frankfurt - Dubai - Lusaka
Abflug von Frankfurt Airport - Zwischenlandung in Dubai und Weiterflug nach Lusaka.


24.08.2013: Lusaka
Ankunft in Lusaka International Airport am 24.08.2013 um 14:25 Uhr Ortszeit . Vor der Zollabfertigung muss eine Einreise-Genehmigung ( in englischer Sprache) ausgefüllt werden. Dann erfolgten der 10-Fingerabdruck-Check und die Visa-Prüfung. Wenn es keine Bedenken gibt, kann die Passkontrolle passiert werden.
Achtung: Am besten bereits am Flughafen Geld tauschen, da in Sambia nicht mit fremder Währung gezahlt werden darf.      

Die erste Übernachtung erfolgt in Lusaka beim Guesthouse der  Gossner-Mission.
Vor dem Flughafengebäude wartet Lucky, der Fahrer des Shuttle-Taxis der Gossner- Mission. Der Transfer war bereits von Deutschland aus bestellt worden. Lucky bringt uns nach ca 20 km Fahrt durch Lusaka zum Guest-House der Gossner – Mission, 43A Kabulonga Road, Lusaka / Tel: +260(0)211 – 261 580 / Mail: gossner @zamnet.zm. Das Guest-House wird von einem superfreundlichen deutschen Ehepaar betreut.

Achtung: Bei Gossner ist Selbstverpflegung angesagt: daher während der Anreise einen Zwischenstopp bei einemGossner Supermarkt, der auf dem Weg liegt, einlegen und Essen sowie Getränke für die nächste Zeit einkaufen. Im Guest-House ist jeweils eine Küche mit Geschirr und Wasserkocher zur Selbstverpflegung vorhanden.
Achtung: am besten auch gleich eine Mobilfunk-Karte mit Airtime kaufen, denn damit ist das Telefonieren von Sambia aus am einfachsten und am günstigsten: also Handy mitnehmen und eine sambische Mobilfunkkarte + Airtime kaufen – gibt es an jeder Straßenecke oder wird sogar bei roter Ampel auf der Straße angeboten..!
--> Übernachtungstipp Gossner-Mission für den ersten und letzten Tag in Sambia: sehr empfehlenswert, da günstig und sauber .

 

25.08.2013:  Lusaka - Ibenga ( Blind Center und Kaoma Village)
Abreise von Lusaka mit Mietwagen - am besten geländegängig und mit genug Stauraum für das Reisegepäck . Den Wagen hatten wir ebenfalls schon von Deutschland aus bestellt. Neben den Mietkosten für den Wagen sind auch noch die Kosten für die Übernachtung und das Essen des Fahrers sowie dessen Entlohnung separat zu bezahlen. Die Mietwagen und das Benzin in Sambia sind verhältnismäßig teuer. Der Fahrer unseres PickUp´s ist Elias, ein Freund aus Sambia.  DSCN0019

 

Achtung: Es ist wichtig, dass eine Person die lange Reise quer durch Westsambia begleitet, welche die Landessprache spricht und die Verhältnisse in Sambia kennt.

Zunächst besuchen wir die Franziskanerinnen in Lusaka, die von der ersten Reise durch Sambia in 2011 noch sehr gut in Erinnerung sind.  Wir werden in der Embassy of Vatikan herzlich begrüßt und bewirtet. Nach dem Segen und den guten Wünschen für unsere Reise verlassen wir Lusaka Richtung Westen und reisen durch eine frühlingshafte Landschaft mit frischem Grün an den Bäumen und leuchtenden Farben an Büschen und Zweigen. Die Straße zwischen Lusaka und Luanshya ist verhältnismäßig gut ausgebaut und wir kommen zügig voran.

Unser Tagesziel heute ist Ibenga-Village im Distrikt Masaiti. Die Übernachtung erfolgt in der Lodge MASAITI SUNBEAM MOTEL , Mpongwe Lya Road, Tel: +260962 207 264. Die Lodge besteht aus einem Haupthaus mit Restaurant - übernachtet wird in separaten Häusern oder Chalets  - ( Rundhaus im typischen afrikanischen Stil).
Die Lodge ist sehr  empfehlenswert, da günstig und sauber. Zudem gibt es hier die Auswahl zwischen einem großen oder kleinen Frühstück sowie einem Restaurant mit gutem Essen und Getränken - auch für europäische Mägen bestens geeignet.
Wir erleben den ersten afrikanischen Sonnenuntergang in der Natur. Es wird sehr schnell dunkel - die Nähe des Äquators ist bemerkbar: gegen 17:00 Uhr beginnt die Dämmerung und um 18:00 Uhr ist es dunkel. Wir schlafen ein und träumen von unserem bevorstehenden Abenteuer ins Nirgendwo.


26.08.2013: Ibenga: BlindCenter und Kaoma-Farm
Die Hotelhähne und deren Hühner wecken uns schon vor dem Morgengrauen um 6:00 Uhr morgends. Es ist noch etwas frisch und wir vertragen unsere warmen Jacken - gut dass wir sie dabei haben. Nach dem Frühstück besuchen wir die Patenkinder im Blind Center Ibenga, um uns ein Bild über die Lebensumstände dort zu machen.Blind Center

Im Blind-Center leben 4 unserer Patenkinder. Was wir vorfinden trifft uns bis ins Mark: in diesem Gebiet leben ca. 40 Familien mit blinden Erwachsenen. Sie leben in befestigten Hütten, die zweigeteilt sind: der kleine Raum der Hütte dient zum Schlafen und der größere Raum zum Wohnen.

2 unserer Aids-Waisenkinder ( Faith und Nelly)  leben alleine mit einer blinden Großmutter in einer solchen Hütte. Die einzige Habe ist ein leerer, mit Gras gefüllter Reis-Sack, der im Schlafraum  auf dem blanken Boden liegt, ein verbeulter Eimer und ein Kochtopf stehen in der Ecke des Wohnraumes – das ist alles!                  

2 weitere unserer Patenkinder  (Elizabeth und  Trusty) leben im Haus der Köchin Jessy, da sie keine Familie mehr haben, die für sie sorgen kann.

Im BlindCenter leben noch 2 weitere Kinder unter denselben Umständen, für die wir noch Pateneltern suchen.

Jessy kocht im Auftrag des Bischofs jeden  Morgen einen Maisbrei für alle Kinder, damit diese wenigstens das nötigste im Magen haben,  bevor sie zur Schule gehen.

Wir verteilen die mitgebrachten Geschenke unserer Paten an ihre Patenkinder – diese können zunächst gar nicht zuordnen, was gerade passiert und danken und staunen....Geschenke sind nicht gerade an der Tagesordnung in dieser Gegend der Welt.

Unser Besuch im Blind Center hat sich bald herumgesprochen - plötzlich kommen aus allen Richtungen Kinder und Frauen gelaufen, um uns zu begrüßen. Wir verschenken die mitgebrachten Stifte und Schulhefte, Luftballons und Kekse und wissen: wir kommen wieder mit Decken und Lebensmitteln für die Ärmsten der Armen.
Wir verlassen Ibenga und fahren umgehend in die nächstgelegene Stadt  Luanshya in den Supermarkt, um dort  kleine Geschenke für alle Kinder zu kaufen, denen wir auf unserer Reise noch begegnen werden. Es sind zu viele hungrige Augen, die dich anblicken und nicht verstehen, dass nur die Patenkinder ein Geschenk bekommen und sie selbst nicht.

 

Bepackt mit Schulheften, Bleistiften, FlipFlops, Luftballons und Keksen fahren wir nun quer durch das Gelände zur Kaoma-Farm, unserer nächsten Station. Hier leben weitere 5 Patenkinder ( Queen, Abilgal, Joyce, Given und  Evaristo). Kaoma Farm liegt ganz in der Nähe des BlindCenters. Wir verteilen zunächst die kleinen Mitbringsel an alle Kinder. Die mitgebrachten Paten-Geschenke  übergeben wir anschließend in den Hütten.

Lesson learnd! es ist viel besser, wenn jedes Kind eine Kleinigkeit erhält uind die Geschenkübergabe der Patengeschenke in  der Hütte erfolgt.

So wird Neid verhindert.

Wir sehen, dass auch hier das Geld der Pateneltern sehr gut angelegt ist: Da die Eltern an Aids gestorben sind, werden die Kinder von ihren Großmüttern versorgt. Sie leben in den typischen Grals mit Strohdach und  ernähren sich und die Kinder hauptsächlich von den Kasawa-Knollen (kartoffelähnliches Kasawa
Gewächs). Diese werden hier angebaut, geerntet, gesäubert, zerteilt  und getrocknet. Anschließend werden die Knollen zu einem feinen Mehl verrieben, mit Wasser vermischt als Brei gegessen.

Die Großmütter bedanken sich überschwänglich für die Geschenke und vor allem für die Hoffnung, dass wir auch weiterhin das Schulgeld für die Waisenkinder bezahlen. Wir nehmen die herzlichen Grüße für die Pateneltern mit nach Deutschland.

Nach diesem erfolgreichen emotionalen und anstrengenden Tag fahren wir wieder zur Lodge nach Ibenga, trinken ein Mosi- oder ein Savanna-Bier und können noch lange nicht einschlafen - zu viel haben wir heute zu verarbeiten. Wir liegen unter unseren Moskitonetzen und träumen von einer besseren und gerechteren Welt. Einen kleinen Beitrag konnten wir heute leisten - einen klitzekleinen.


27.08.2013:   Ibenga - Luanshya - Kitwe - Solwezi - St. Kalemba
Nach dem üblichen Wake-Up-Hahnenschrei, einem ausgiebigen Frühstück und der Bezahlung verlassen wir die Lodge erenut Richtung Luanshya. Dort teffen wir Charles, den Patensohn der Familie Bartsch. Er ist inzwischen 28 Jahre alt und auf dem College in Kitwe und studiert sambisches Recht. Charles wohnt mit seinem jüngeren Bruder bei seiner alleinstehenden Tante uind deren Kindern. Seine Mutter lebt in einem kleinen Dorf im Norden von Sambia. Der Vater ist seit vielen Jahren tot. Da es im Dorf keine Chance auf eine Ausbildung gibt, hat sie ihre beiden Söhne zur Schwester nach Luanshya geschickt. Die Familie sieht sich nur sehr selten und Charles hat mit den Tränen zu kämpfen, als er von seiner Mama berichtet.  Trotzdem ist er überglücklich, dass er uns bei der Abenteuerreise durch Samiba begleiten darf.

Wir verlassen Luanshya Richtung Kitwe um dort bei der Hausbank unseres Freundes Elias das Geld vom Verein in sambische Kwatcha zu tauschen. Eine solch hohe Summe darf nicht in einer Wechselstube getauscht werden, sondern nur über das Konto eines Sambianers mit entsprechenden Referenzen. Wir sind in der Bank angemeldet und warten über 2 Stunden, bis wir unser gewechseltes Geld erhalten. Jeder unserer Geldscheine wird einzeln auf Echtheit überprüft – das dauert seine Sambia-Zeit ;-)).

Nach der Geldübergabe in der Bank besuchen wir noch die Patenkinder in Kitwe ( Annet, Rhodes und Silvia) , übergeben Geschenke und veranlassen, dass die Kinder Schuhe und Kleidung erhalten- Auch in Kitwe bedarf es einer dringenden Unterstützung.

Wir verlassen Kitwe und  passieren die Städte und Mienen des Copperbelts Richtung Solwezi. In den Copperbelts wird noch immer aktiv Kupfer, Gold und Uran im Tagesabbau gefördert. Die Chinesen sind hier ganz dick im Geschäft. Neue Straßen incl. Beleuchtung, Business-Center und Firmenmetropolen stehen entlang der Main-Road. Sogar die Tankzapfsäulen sind u.a. mit chinesischen Schriftzeichen versehen.
Nach Chingola, der letzten Stadt der Copperbelts Richtung Angola, verlassen wir die Hauptstraße und fahren noch ca 175 km in Richtung Solwezi – derCity of Dust City of Dust. Die Farbe der Erde wird immer dunkel-oranger . Kein Wunder, dass es hier Unmengen von Kupfer in der Erde gibt – alles ist mit einer feinen kupferfarbenen Schicht überzogen: Auto, Haut, Gepäck – alles! Wir ernähren uns auf dieser langen Fahrt von Cola und Chips, von Wasser und Kräckern und Äpfeln. Die Landschaft verändert sich und wird hügeliger. Wir fahren viele Stunden vorbei an kleinen Verkaufsständen mit Honig, Tomaten, Kürbissen, Kasawa und vor allem: Jako´s. Diese Jako´s dienen als Holzkohle für den „Freiluft-Herd". Für die Herstellung wird ein bestimmter Teil der Bodenfläche in Brand gesetzt. Wenn das Buschfeuer erloschen ist, sammeln die Männer die verkohlten Äste und Holzteile, lassen diese abkühlen und befüllen damit eine Art Holzgerüst, das in einem leeren Reissack befestigt ist. Oben auf die Holzkohle legen sie  trockenes Gras und fertig ist ein Jako. Jako´sJako´s sind allgegenwärtig auf unserer Reise durch das Niemandsland. Die Sonne geht langsam unter und wir erreichen Solwezi gegen 21:00 Uhr am Abend. Hier wollen wir in einem Guest-House übernachten und uns ausruhen, aber es kommt anders:

Sr. Annie aus St. Kalemba - dem Ziel unserer Reise – hat es sich nicht nehmen lassen, uns in Solwezi abzuholen um uns persönlich nach St. Kalemba zu geleiten. Die Begrüßung ist so herzlich, wie es eben ist, wenn sich gute Freunde nach langer Zeit wieder in die Arme schließen können. Wir teilen uns auf die beiden Fahrzeuge auf, damit wir bequemer sitzen - denn wir haben noch mindestens 5 Stunden Fahrt durch die stockdunkle Nacht vor uns und sind ununterbrochen seit dem Morgen on the road!. Ich sitze also in „the sister´s car" auf der Rückbank zwischen Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und Tomaten und anderen nicht so ganz zuordenbaren Lebensmittel und bin sehr gespannt, was mich in St. Kalemba erwartet. Brother John fährt wie der Teufel durch die Nacht – na ja – er hat ja Gottes Segen auf seiner Seite - und wir erreichen St. Kalemba gegen 2:30 Uhr am Morgen.


28.08.2013: St. Kalemba
Völlig erschöpft kommen wir im Kloster an. Die Jungs schlafen bei den Mönchen und die Mädels bei den Nonnen im Kloster. War klar! In meinem Zimmer hängt ein Poster mit einem übergroßen blauäugigen Jesus, der mich liebevoll anschaut und ein weiteres Bild mit einer Gottesmutter Maria, die alles versteht, was mein Herz bewegt. So gut beschützt falle ich in einen wunderbaren tiefen Schlaf und habe das erste Mal das Gefühl, angekommen zu sein. Ein tiefer Friede macht sich in meinem Herzen breit. Dieses Gefühl sollten alle Menschen erleben dürfen – es ist wunderbar.
Am Morgen stehen wir frisch und erholt auf und erhalten ein köstliches Frühstück. Außerdem gibt es von 9:00 – 12:00 Uhr Strom im Kloster, damit die Schwestern ihr Tagesgeschäft erledigen können. Wir können also auch die leeren Batterien unserer Handy´s laden. In St. Kalmeba gibt es derzeit noch keine Elektrizität, daher wird der Strom aus dem Generator stundenweise zugeteilt. 3 Stunden für das Kloster und in der restlichen Zeit ist das Krankenhaus angeschlossen. Interessant!

Auf dem  Gebiet der Franziskanerinnen steht das eigentliche Klostergebäude mit Wirtschaftsräumen, einen großem Garten und einem Meeting-Point -Meeting Point
darauf komme ich später noch zu sprechen - einem Krankenhaus, einem Gebäude für Vorträge zur Aids-Aufklärung, einem Kindergarten-House, einem Dinning -House  und einem Rundhaus, in welchem das Essen für die Kinder gekocht wird. Zwischen dem Klostergebäude und dem Krankenhaus steht die wunderbare kleine Kirche und weiter zum Kabompo-River zu beginnt das Areal mit dem Pfarrhaus , in welchem auch die beiden Franziskaner-Mönche leben. Sr. Annie führt uns nach dem Frühstück durch das Gelände.
Zunächst besuchen wir den  Meeting Point und ich weine vor Ergriffenheit: Hier ist tatsächlichNäherei  die kleine Nähschule untergebracht, die wir bei meinem Besuch vor 2 Jahren organisiert hatten. Eine Näherin sitzt hier und näht Kinderkleidung und ringsum hängen ungefähr 30 Kinderkleidchen aus 3 unterschiedlichen Stoffmustern sowie Hosen in unterschiedlichen Größen für die Jungs. Sogar ein Preisschild ist angebracht: 1 Kinderkleid kostet 25 Kwatcha - das sind ca 3,40 €. Vom Erlös wird wieder neuer Stoff gekauft und so funktioniert die kleine Nähschule mit den alten Singer-Nähmaschinen mit Fußantrieb tatsächlich. Die jungen Frauen werden unterrichtet und können diesen Beruf später ausüben um nicht so absolut abhängig zu sein, falls der Ehemann stirbt. Bisher wruden 3 Näherinnen ausgebildet. Das wird sich bald ändern;-)))

Hier treffen wir auf die Aids-Waisenkinder Sarah, Jean, Mutango und Joel. Wir übergeben die mitgebrachten Geschenke: Schulhelte, Bleistifte, Luftballons und Kekse. Jedes Mädchen bekommt ein Kleid und jeder Junge eine neue Hose. Die Kleidung, welche die Kinder tragen, sind aus der Familie geliehen - sie besitzen keine eigenen Kleidungsstücke. Bisher wurde das Schulgeld dieser Waisenkinder von einer Organisation in Italien gesponsert. Leider haben die Italiener keine eigenen Mittel mehr, um hier weiter zu unterstützen und somit ist die Ausbildung der Kinder gefährdet.

Durch die Übernahme der Patenschaften kann nun das Schulgeld für das nächste Schuljahr weiter bezahlt werden.

Es warten noch 5 weitere Aids-Waisenkinder auf die Übernahme einer Patenschaft.


Im Anschluss besichtigen wir den Rohbau der Primary-School auf dem Klostergelände. Das Geld kam bisher von einem Verein aus Italien. Die Italiener haben Schulbauaber derzeit keine Möglichkeit weiter Geld zu spenden. Somit müsste der Bau eingestellt werden, wenn nicht andere Sponsoren gefunden werden. Glücklicherweise haben wir von Freunden und Gönnern unseres Vereins einige Geldmittel erhalten, die wir hier für den Weiterbau der Grundschule verwenden können. Denn: Im Umfeld von St. Kalemba wohnen viele Menschen – verstreut in kleinen Villages und sind alle bitter arm. Hierher kommt keine Hilfe mehr an. Die einzige Unterstützung erhalten die Menschen von den Nonnen. Jeden Morgen und jeden Mittag wird für ca 100 hungrige Kinder Porridge und Mittagessen gekocht, das an die Kinder im Dinning-Room verteilt wird. Auch die Mütter, die alleinerziehend sind, können hier mitessen. Ohne diese Hilfe gäbe es viele tote Kinder in St. Kalemba.
Die Vision von Sr. Annie ist es, den Kindern das Frühstück zu geben, danach gehen die größeren Kinder in die Grundschule und die kleinen in den betreuten Kindergarten. Im Anschluss gibt es ein Mittagessen für alle, dann werden die Hausaufgaben gemacht und danach können die Kinder wieder nach Hause gehen. Somit sind nicht nur der Magen, sondern auch der Geist „satt" und die Welt ist zumindest für diese Kinder ein Stückchen besser.

Diese Grundschule  ist das einzige Objekt, welches in St. Kalemba noch fehlt, denn die nächste Primary-School ist viele Kilometer entfernt und die Kinder müssen bisher jeden Tag nach dem Frühstück im Kloster den weiten Weg zu Fuß zur Schule und zurück laufen. Daher ist neben der Übernahme für die Ausbildung der Waisenkinder auch der Aufbau dieser Schule ein unbedingtes Muss.
Umgehend machen wir uns an die Arbeit und erstellen die Kalkulation für die weiteren Baukosten, recherchieren die Angebote im Internet und veranlassen, dass noch vor der Regenzeit das Dach fertig installiert wird. Das Geld zum Kauf der Materialien übergebe ich gegen Quittung an St. Annie. Sie hat Tränen in den Augen, denn sie hat schon nicht mehr daran geglaubt, dass ein solches Wunder geschieht und der Schulbau doch noch beendet wird.
Um 17:00 Uhr an diesem ereignisreichen Tag findet der Gottesdienst in der kleinen Kirche statt. Den ganzen Tag war das Singen und Üben von vielen tollen Stimmen zu hören. Und nun durften wir wieder an einem Gottesdienst der ganz besonderen Art teilnehmen: fröhlich singend, tanzend und klatschend wird Gott gedankt für alle guten Gaben. Zum Ende werde ich nach vorne gebeten um eine Rede zu halten. Ich informiere die Menschen, wer ich bin und was ich hier alles machen möchte: Die Ausbildung für die Waisenkinder bezahlen, die Nähschule weiter ausbauen und beim Aufbau der Primary School mithelfen, damit die Kinder in dieser armen Region eine Chance auf eine bessere Zukunft haben. Viele kennen mich noch von meinem letzten Besuch und klatschen und haben Tränen in den Augen. Und ich verspreche, wieder zu kommen, um zu helfen. Es ist so ein gutes Gefühl, dieses nicht nur zu sagen, sondern auch zu tun. Wir schenken den Menschen wieder Hoffnung und es ist mir persönlich ein großes Anliegen, an diesem ausgebeuteten und teilweise verachteten Volk einen klein Teil wieder gut zu machen, was weiße Menschen auch heute noch tun. Ein kleines Stück Gerechtigkeit – das ist es, was ich bringen will. Dafür nehme ich die lange Reise und alle Beschwerlichkeiten auf mich. Aus diesem Grund haben Freunde Geld gespendet und  aus diesem Grund haben mich  mein Neffe und seine Frau begleitet. Wir sind tief bewegt über die Reaktion der Menschen um uns herum.
Nach dem Gottesdienst essen wir zu Abend, besprechen die weitere Vorgehensweise für den Ausbau der Schule und fallen alle todmüde in unsere Betten – Jesus und Maria bewachen einmal mehr unseren Schlaf und alles ist gut.


29.08.2013: St. Kalemba
Um 6:30 Uhr ist Frühmesse in der Kapelle des Klosters. Hier nehmen die Schwestern, die beiden Brüder und alle Gäste des Hauses teil. Mir wird die Ehre zuteil, die Lesung vorzutragen. Danach gibt es wieder ein tolles Frühstück und – what a surprise - es wartet ein ganz besonderer Gast auf uns: Der Headman aus dem Dorf stattet seinen Besuch ab. Er wird in das Empfangszimmer des Klosters gebeten und ein Dolmetscher übersetzt in die Landessprache. Der Headman hat von unserem Besuch erfahren und er erkundigt sich über unsere Pläne beim Aufbau der Schule. Er ist very amused und will nun ebenfalls seinen Anteil zum Erfolg beitragen und die jungen Männer im Dorf herschicken, damit diese beim Aufbau mithelfen.

Außerdem besprechen wir den Bau eines Brunnens im Dorf. Da der Boden hier sehr sandig ist und das Grundwasser wegen der Nähe zum Kabompo-River nicht allzu tief steht, kostet der Bau eines Brunnens mit Solarbetrieb nicht allzu viel. Wir vereinbaren mit dem Headman, dass wir erst die Schule bauen und dann den Brunnen im Dorf graben. Er ist damit einverstanden und lädt uns im Gegenzug in sein Dorf ein. Wir besichtigen eine Schnapsbrennerei im Busch - die allgegenwärtigen Kasawa-Knollen sind die Basis für den Brand. Keiner von uns würde überleben, wenn wir diesen hochprozentigen Schnaps trinken müssten. Weiterhin zeigt er uns, wie Strohmatten geflochten werden und wie der Feuerplatz zum Kochen vorbereitet werden muss. Wir beraten, an welcher Stelle der Brunnen am sinnvollsten ist und verabschieden uns herzlich von Headman und seiner Frau. Ach ja: ich habe sie gefragt, ob sie einen kleinen Wunsch hat, den ich ihr gerne erfüllen würde und sie bittet mich um „some salt for coocking". Das lasse ich ihr umgehend aus dem Kloster bringen. Ich habe eine neue Freundin für´s Leben gefunden: Die Headfrau aus Kalemba.
Um 13:00 Uhr sind wir zum offiziellen Mittagessen der Kinder ins Kloster eingeladen. Doch zunächst tragen die Kinder und die Mütter einige wunderbare Lieder vor. Singen und Klatschen von ungefähr 100 Kinderstimmen erfüllten die Luft. Die Freude und der Stolz über die gelungenen Vorträge ist allen im Gesicht abzulesen. Als letztes wird die Nationalhymne gesungen und wiederum soll ich eine Rede halten. Nachdem ich mich herzlich bei allen Sängerinnen und Sängern bedankt habe, geht es zur Essensausgabe in den Dinning-Room.Dinning-Room Die Kinder stehen in Zweierreihen am Aufgang zum Gebäude und waschen zu allererst die Hände, dann gehen sie sehr diszipliniert in den Raum. Dort haben die Frauen bereits die großen Töpfe mit Maisbrei und Fleisch mit Soße herein getragen. Zunächst sprechen wir das Tischgebet – diesmal in deutscher Sprache - und anschließend erhält jedes Kind einen Teller voll mit EssenTeller Essen. Das alles wird von einer einzigen Klosterschwester koordiniert – einige Frauen aus dem Dorf helfen jeden Tag, dass die Kinder essen können. Es tut so gut, das alles zu sehen  und zu erleben, dass die Hilfe tatsächlich ankommt.
Am Abend werden wir zu einem Tanzfest eingeladen. Außerdem hat Father Richard, der Priester,  Geburtstag und so gibt es eine Big Party. Die Teenies haben fleißig geübt und singen und tanzen die traditionellen Tänze. Auch Charles singt und tanzt mit. Er macht das richtig gut. Alle Gäste erhalten etwas zu essen und so geht auch dieser ereignisreiche Tag seinem Ende entgegen und wir haben unsere letzte Übernachtung in St. Kalemba unter dem direkten Schutz von Jesus und Maria.


30.08.3013: St. Kalemba - Solwezi
Nach der Frühmesse um 6:30 Uhr und dem Frühstück verlassen wir unter Tränen St. Kalemba - dem verlassenen Ort im Westen von Sambia. Wir haben hier unseren Frieden gefunden. Wir haben gesehen, dass unsere Hilfe und die Spendengelder direkt bei den Ärmsten der Armen ankommen, dass die Näherei funktioniert und wir die Möglichkeit haben, beim Bau der Schule zu unterstützen. Denn das Geld, das ich von Freunden und Kollegen erhalten hatte, reicht tatsächlich für den Bau des Daches – und das noch vor der Regenzeit, die im Oktober beginnt. Da hatte Gott wieder mal seine Hände im Spiel!


Wir fahren nun durch den Morgen wieder zurück Richtung Solwezi, vorbei an kleinen Villiages , verbrannter Jako-Erde, Buschland und ab und zu läuft eine Ziege über die Straße – das ist alles! Wir erreichen nach 335 Kilometern und 5 Stunden Fahrt Solwezi, um hier die Schulsachen und Lebensmittel für die Waiseninder in Ibenga und in Kitwe  zu kaufen. Wir gehen also in den Supermarkt und kaufen mal wieder Schulhelfte und Stifte, Lebensmittel, Decken und Matten und Kleidung und, und, und. ! Dann suchen wir die Lodge Lodge
auf, in der wir unsere Nacht verbringen werden: Diesemal ist es Bishop Potani Trust, Diocese of Solwezi – Tel: +260 08 821613. Die Lodge liegt in einer Seitenstraße mitten in der Stadt und ist im Stil eines typischen Klosters gebaut : mit Innenhof und überdachtem Kreuzgang und sauberen Zimmern mit Dusche. Das Frühstück ist eher spartanisch: heißes Wasser, Teebeutel und 2 Scheiben geröstetes Weißbrot.
Luxus im Vergleich zu dem, was wir erlebt haben.


31.08.2013: Solwezi - Mufulira - Kitwe - Ibenga
Wir starten am frühen Morgen und sagen GoodBye Solwezi! Die Reise führt uns wieder über die holprige, schlaglochübersäte Straße vorbei an Verkaufsständen Marktstände
mit Obst und Gemüse Richtung Chingola und Kitwe, unserem nächsten Reiseziel.
Doch zunächst machen wir einen kleinen Umweg nach Mufulira, denn hier leben auch 3 unserer Patenkinder. Wir besuchen die Familie. Die Großmutter teilt uns mit, dass der jüngste Sohn endlich eine Arbeit gefunden hat und die Familie daher nicht mehr in direkter Armut leben muss. Die Familie wohnt inzwischen  in einem Steinhaus mit Möbeln und wir erhalten some Coke als Erfrischungsgetränk serviert. Ich übergebe die Briefe der Pateneltern und nehme auch gleich wieder Briefe der Patenkinder mit nach Deutschland. Für diese 3 Kinder ( Gloria, Vivien und Justina) ist nun gesorgt – keiner muss mehr hungern und für das Schulgeld kann die Familie  selbst aufkommen. Ein gutes Beispiel für unsere Aktivitäten: sobald das Einkommen vor Ort gesichert ist, kann die Unterstützung aus Deutschland wegfallen. Nach diesem Prinzip  können andere Kinder unterstützt werden, die es am nötigsten haben. Als Dank gibt uns die Großmutter ein Geschenk mit: einen traditionellen Rock der Afrikanerin in wunderschönen Farben. Ich werde ihn der Patenmutter übergeben.


Zurück in Kitwe besuchen wir 3 weitere Patenkinder ( Faithful, Sarah und Annett) und bringen die Geschenke der Pateneltern vorbei. Wir sind ja nun gut ausgestattet, sodass jedes Kind ein kleines Geschenk für die Schule erhält und auch Kekse zum Gleich-Naschen. Unsere Luftballons sind auch hier der Knaller und alles ist gut. Das Schulgeld für den Start im Januar wird übergeben und mit diesem Geld können die Schuluniformen und weitere Schulutensilien gekauft werden. Hier ist das Geld wieder notwendig, da die Armut zum Greifen ist.
Wir fahren in der Dämmerung Richtung Ibenga, um wieder in der Lodge zu übernachten. Während der ganzen Reise haben wir immer wieder abwechselnd dieselben Lieder gehört: Gospels und Lionel Richie... auch das wird uns, wenn wir an diese Reise denken, immer im Gedächtnis bleiben: der Gospelsong: Jelele ( verzeih mir) Jelele na na, jelele, Jelele na na , jelele! Wir kommen sehr spät und hungrig  in der Lodge an und bestellen noch gegrillten Fisch mit Kartoffelstückchen – dazu das übliche: Mosi und Savanna. Totmüde fallen wir ins Bett unter dem – diesmal blauen - Moskitonetz.


01.09.2013: Ibenga
Gleich am Morgen kaufen wir alles ein, was für die einkaufenKinder im BlindCenter und in Kaoma Village benötigt wird und verteilen alle Einkäufe so, dass es für jedes Kind  eine separate Tasche  gibt, die mit ähnlichem Inhalt gefüllt ist - dem Lebensnotwendigsten: Essen, Kleidung, Schulsachen und Kekse.
Wir fahren zunächst zu den Kindern im Blind Center und übergeben unsere Einkäufe. Man kann sich nicht vorstellen, welches Gefühl es in einem hervorruft, wenn sich eine blinde alte Frau vor Dankbarkeit auf die Knie wirft und weint. Das sind Einkäufe verteilenEmotionen, die man sein Leben lang nicht mehr vergessen wird. Es kommen mir immer noch die Tränen, wenn ich daran denke. Tränen des Schams und auch der Dankbarkeit, dass wir hier tatsächlich ein klein wenig helfen konnten. Wir überreichen die Decken, die Kleidung, die Schulsachen, das Geschirr, den Reis und die vielen anderen Kleinigkeiten, die wir eingekauft haben und verlassen sichtlich ergriffen das Blind Center, um die anderen Patenkinder auf der Kaoma-Farm zu besuchen und dort die Einkäufe abzuliefern. HIer treffen wir auch das Waisenkind Evaristo wieder. Er bekommt einen Fußball und strahlt um die Wette.
Auch hier das gleiche Bild: Die Großmütter sind es, die überlebt haben und sich um die Enkel kümmern. Die Großmütter sind es auch, die Hoffnung in den Augen haben und sich dafür bedanken. Aids ist eine Seuche, die sich erst in den 50er/60er Jahren über den Kontinent verbreitet hat. Die Ursachen sind nachzulesen und die Schuldigen haben hoffentlich für ihr Seelenheil gebetet. Die Großmütter sind derzeit der Halt in der Familienstruktur- die Großmütter und deren Söhne - wenn sie überlebt haben.
Wir haben viel zu besprechen an diesem Abend in der Lodge in Ibenga: Zu viele Eindrücke, zu viele Schicksale, zu viele Gedanken gehen uns durch den Kopf. Diesmal verläuft unser Abendessen ziemlich schweigsam. Nach dem Essen machen wir uns anschließend bei Mosi und Savanna an die Abrechnung aller bisherigen Käufe und der Restsumme des Schulgeldes , die wir für jedes Kind noch übrig haben. Denn alles muss seine Richtigkeit haben und die Pateneltern in Deutschland haben ein Recht darauf zu erfahren, was mit dem Geld tatsächlich passiert ist. Das Restgeld wollen wir am Folgetag in Ndola auf der Bank auf ein eigenes Konto einbezahlen. Diesmal schlafe ich unter einem blauen Moskitonetz und muss das letzte Mal auf das viele Geld aufpassen, welches ich während der ganzen Reise mitgeschleppt hatte ;-)))


02.09.2013: Ibenga - Ndola - Lusaka
Wir bringend das Geld zur Bank in Ndola und reisen direkt weiter zu unserem letzten Etappen-Ziel: zurück nach Lusaka. Gegen Abend kommen wir wieder bei Gossner- Mission an. Es war eine lange und erfolgreiche Reise – wir haben 2.500 Km zurückgelegt, viel erlebt, viel gesungen und viel gelacht, viel geweint und viel getröstet. Und was gibt es heute als Belohnung zum Essen: Elias hat doch tatsächlich eine Pizzeria in Lusaka entdeckt und wir holen Pizzen4 Pizzen mit Käse, Salami und Schinken, Mosi und Savanna und feiern unseren letzten gemeinsamen Abend in Sambia. Mein Neffe und seine Frau reisen am frühen Morgen mit dem Bus weiter nach Livingstone, um sich die Viktoria-Falls anzusehen und Elias muss dringend zurück zu seiner Familie. Die Nacht ist wärmer als die bisherigen – man ahnt schon den beginnenden Frühling. Lange sitzen wir vor unserem Haus und erzählen, bis uns die Augen zufallen.

 

 

 

03.09.2013: Lusaka - Dubai- Frankfurt
Ich wache früh auf – die Vögel zwitschern und es liegt ein wunderbarer Blütenduft über dem Gelände der Gossner Mission. Ich frühstücke gemütlich die Rest auf, die wir noch hatten.
Gleich kommt Lucky, der Fahrer und bringt mich in die Stadt. Dort wartet Charles mit seinem Bruder – wir wollen Bücher für das Jura-Studium kaufen. Außerdem will ich meine Freundinnen, die Nonnen  im Franziskanerinnen-Kloster noch besuchen und mich bei ihnen verabschieden. Dann will ich noch Geschenke für die Freunde zu Hause kaufen und schließlich bringt mit Lucky zum Flughafen. Ich verlasse Sambia um 21:25 Uhr, passiere die einzelnen Stationen der Passkontrollen, laufe über das Flugfeld zum Flugzeug, atme zum letzten Mal den Duft von Afrika ein und komme mir vor wie in einem Film – einen guten Film mit einem dicken Happy End! Jeder kennt das Gefühl , wenn man einen guten Film gesehen oder ein gutes Buch zu Ende gelesen hat – da ist so ein tiefes Nachempfinden. Und es dauert ein paar Tage, bis ich wieder angekommen bin – in unserer Welt mit all ihren guten und weniger guten Seiten. Good Bye Sambia – bis nächstes Jahr. God will bless us!