Hilfe für Kinder mit Behinderung​​​

Laufendes Projekt

Einige unserer Patenkinder haben Behinderungen und leben in Wohnheimen. Zum Beispiel wohnen Kahuma und Webby in einer Boarding School für Taubstumme in Solwezi oder Sarah und Likumbi in Cheshire Homes, einem von Franziskanerinnen geführten Wohnheim für Kinder und Jugendliche mit Behinderung in Solwezi. Abigal und Racheal leben im Dagama-Homes in Luanshya. Dort erhalten sie Unterstützung und können die Schule besuchen.

Zudem werden wir auf unseren Sambia-Reisen immer wieder von Müttern angesprochen, die uns bitten, die Krankenkosten für ihr Kind mit körperlichen Einschränkungen zu übernehmen. Wenn es im Rahmen unseres verfügbaren Jahresbudgets möglich ist helfen wir auch hier gerne.

In Sambia sind Arztbesuche in der Regel kostenlos. Der Transport ins Krankenhaus und die dortige Verpflegung müssen jedoch selbst gezahlt werden. Kinder werden in der Regel von ihrer Mutter oder einer Verwandten in das weit entfernte Krankenhaus begleitet, so dass weitere Kosten für die Unterkunft und Verpflegung entstehen. Bei aufwendigen Prothesenanfertigungen muss sich der Patient an den Kosten beteiligen.
Für die mittellose Bevölkerung im Buschland Sambias ist ein Krankenhausaufenthalt daher unerschwinglich. Daher haben wir im Vereinsvorstand beschlossen, solche Kosten im Einzelfall zu übernehmen.

Bisher konnten wir die Operation und Versorgung für den 16-jährigen Davy, die 4‑jährige Dezzy, den 20‑jährigen Isaack und den 20‑jährigen Brian übernehmen. Dank der ärztlichen Behandlung sowie unserer finanziellen Unterstützung können alle vier jetzt eigenständig laufen bzw. sind gesund. Ihr Glück in den Augen ist unübersehbar.

Die Operationen und medizinischen Behandlungen werden in der Orthopädischen Klinik St. John Paul II in Lusaka durchgeführt. In der angeschlossenen Werkstatt werden individuelle Prothesen angefertigt.

Kinder mit einer körperlichen Beeinträchtigung werden meistens von ihrer Mutter oder einem anderen Familienmitglied auf dem Rücken getragen. Je älter die Kinder werden, umso schwieriger wird das Tragen. Die Konsequenz: die Kinder liegen nur noch in den Hütten. Die Mobilität ist nahezu vollständig null.

Auf unseren Sambia-Reisen werden wir immer wieder von verzweifelten Eltern angesprochen: bitte besorgt uns einen Rollstuhl, damit wir unser Kind mitnehmen können, wenn wir unterwegs sind.
In Sambia gibt es Rollstühle zu kaufen – wenn man das nötige Geld dafür hat.

Wir haben daher ein „Klein-Projekt“ gestartet:
Immer wenn wir auf menschenunwürdige Situationen aufmerksam gemacht werden, kaufen wir Rollstühle aus allgemeinen Spendenmitteln des Sambia-Vereins. Father Chomba, unser Helfer vor Ort, kauft die Rollstühle in Kitwe oder in Lusaka. Sie werden mit dem Bus nach St Kalemba oder Manyinga transportiert und dort den Familien übergeben. Sie können sich den Dank der Familien nicht vorstellen! Dazu die überschwängliche Freude der betroffenen Jugendlichen, da sie nicht mehr in der Hütte liegend ihr Dasein fristen. Mit dem Rollstuhl können sie wieder am Leben teilnehmen.

Bisher konnten wir in 10 Fällen helfen, bedürftigen Menschen ein würdigeres Dasein mithilfe eines Rollstuhls zu ermöglichen!

Leider ist es auch in Sambia noch so, dass Kinder mit körperlichen Beeinträchtigungen von ihren Familien verstoßen werden. Um diesen Kindern eine Zukunft zu ermöglichen, finanzieren wir ihnen die Unterbringung in speziell eingerichteten – meist kirchlich geführten – Häusern.
Rachael und Dezzi sind im Internat „Dagama Homes“ in Luanshya untergebracht. Dort leben und lernen sie fürs Leben.
Auch in Solwezi fördern wir Kinder mit Behinderung. Z. B. Sarah, die einen krummen Rücken hat.
Buja, ein Junge ohne Beine, kann dank der Prothesen, die der Sambia e. V. für ihn fertigen ließ, wieder laufen.
Und da ist Happy. Der Junge hat ein entstelltes Auge und Mund. In der regulären Schule würde er wegen seines Aussehens gemobbt. Er ist im Internat „Cheshire Homes“ untergebracht und fühlt sich dort wohl.
Drei gehörlose Patenkinder leben in Solwezi in der „St Mary´s Special School und bekommen dort eine Schul- und Berufsausbildung.
Likumbi lebt im Internat für Schwerstbehinderte in Kasempa. Sie besucht aktuell die 11. Klasse. Sie hat seit ihrer Geburt nur ein Bein und ihr Gesicht entspricht nicht der Norm. Sie lernt fleißig. Sonst wäre sie nicht in der 11. Klasse.

Es gibt viele dieser Schicksale – und sie wird es leider immer geben. Wir helfen, wo wir können. Allerdings: ohne Ihre Hilfe, schaffen wir es nicht. Daher die Bitte: unterstützen Sie uns und spenden Sie einfach.

Nach Beendigung der Schulausbildung wird eines unserer Patenkinder eine Anstellung in der Werkstatt erhalten und hat dann ein eigenes Einkommen.

S.A.m.b.i.A. e. V.

Neubrunner Weg 8
97277 Neubrunn-Böttigheim
info@sambia-ev.de

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