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Nähmanufaktur, St. Kalemba

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– neue Arbeitsplätze!

Es ist soweit: am 10. Mai 2021 hat uns die Schmitz-Stiftung die Förderzusage zum Bau des Administration Offices und einer Photovoltaikanlage gegeben – die infrastrukturellen Voraussetzungen für den Start der kleinen Näh-Manufaktur im armen Nordwesten Sambias. Allein hätten wir das Projekt als Sambia e. V. nicht stemmen können. Bedingung zur Förderung der Stiftung war, dass wir mindestens 25 % der Kosten tragen.
Die Manufaktur wird mit der Conventual Franciscan Friars of St. Kalemba auf dem Missionsgelände gegründet, vertreten durch Father Vincent.

Es ist nur folgerichtig, Schülerinnen und Schülern nach dem Abschluss eine Ausbildungs- und Arbeitsperspektive anzubieten. Über die Ausbildung in der Nähschule (s. Projekt „Nähschule in St. Kalemba“) schließlich als Näherin oder Näher in der Manufaktur zu arbeiten.

Arbeit gibt es nach unseren Recherchen genug. Schon heute fertigt die Nähschule bereits Textilien – im Wesentlichen Schuluniformen. Die nächstgrößere Einkaufsmöglichkeit bietet Solwezi, eine rd. 500 km entfernte Stadt. Die Produktion wird mit elektrischen Maschinen erfolgen. Unabhängig vom öffentlichen Stromnetz, das immer wieder längere Ausfallzeiten an den Tag legt. 

Doch jetzt müssen wir erst einmal die Voraussetzungen schaffen und das Office und die PV-Anlage bauen. Die Produktion selbst wird direkt neben der Nähschule in einem Nachbargebäude stattfinden, das wir seinerzeit als Schulraum hergerichtet hatten.

Wenn alles optimal läuft, findet der erste Spatenstich im Juli 2021 statt.
Über die Baufortschritte werden wir weiter berichten. Dann gibt es auch mehr Bilder dazu.

Wir danken der Schmitz-Stiftung und auch Ihnen, den Spendern! Und wir können weiterhin jeden Euro für die Menschen im Nordwesten Sambias gebrauchen. 
Wenn auch Sie helfen wollen, Arbeitsplätze in Sambia zu schaffen, spenden Sie hier.

Der erste Spatenstich: 21. Juli 2021

Die Kommunikation mit dem Bauleiter, Father Vincent, läuft via E-Mail und WhatsApp. Das funktioniert gut!
Nachdem Father Vincent mit dem Bauunternehmer und dem Lieferanten für die Photovoltaik-Anlage den Baubeginn besprochen hat, geht es nun mit dem Bau des AdminOffice los.

Zunächst wird alles eingemessen und dann gegraben. Das Fundament muss mit viel Sorgfalt gelegt werden. Denn es soll ein solides Haus darauf gebaut werden – das AdministrationOffice zur Näh-Manufaktur.
Wir sind so froh, dass es nun endlich begonnen hat.
Und Father Vincent hat es sich nicht nehmen lassen, den ersten Spatenstich zu machen. Großartig!

 

Das Fundament wird gegossen u. gemauert.

Alles von Hand: graben, anmischen, einfüllen und stampfen. Das ist Knochenarbeit, die wir beim Bau in Deutschland nicht mehr kennen und gar nicht nachvollziehen können. 
Sicherheitsschuhe oder Gummistiefel haben die Arbeiter nicht. Sie haben Arbeit. Das zählt. Das hilft ihren Familien.

Die Bilder zeigen die Entstehung des Fundaments bis zur Grundplatte, die am 10. August 2021 fertig gestellt wurde.

Der Rohbau entsteht.

Endlich werden die Bauarbeiten in der 42. Kalenderwoche fortgesetzt. Die Steine sind nun geliefert. Es kann gemauert werden. Die Konturen des Gebäudes sowie der Büros sind schon zu erkennen.
Und Anita, die 1. Vorsitzende des Sambia e. V. ist zu Besuch vor Ort und packt gleich mit an.
Wir freuen uns schon auf die Fertigstellung des Rohbaus noch im Jahr 2021.

Der Plan ist nicht ganz aufgegangen. Der Rohbau ist noch nicht ganz fertig. Das Dach ist inzwischen drauf. Nun müssen noch die letzten Maurerarbeiten gemacht werden, bevor es an den Innenausbau geht.

Das Dach ist drauf.

Ende Dezember 2021 – ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk – ist das Dach drauf. Ein großer Fortschritt – wenn auch verspätet. Hauptsache das Haus ist nun überdacht und der Innenausbau kann im Trocknen starten.

Die Bauzeit ist für spätestens Ende März 2022 geplant.
Ob das klappt?

So gut wie fertig - noch nicht ganz.

Es ist schon Mitte März 2022. 
Jetzt sieht das Gebäude schon deutlich schöner aus. Der erste Anstrich (Grundierung) wird aufgebracht und die Fliesen werden gelegt. 
Auch die sanitären Einrichtungen sind soweit fertig.

Jetzt fehlt noch der Endanstrich und vor allen Dingen die Photovoltaikanlage. Durch diese wird eine vom öffentlichen Netz unabhängige Stromversorgung möglich. Das ist nicht nur nachhaltig sondern auch praktisch. Denn das öffentliche Stromnetz wird einfach abgeschaltet, wenn die Kupferminen mehr Strom brauchen. 

Die geplante Fertigstellung gelingt uns. Fast. Denn die PV-anlage kommt in der ersten April-Woche.

Jetzt ist es geschafft: das Gebäude u. die Stromversorgung sind fertig!

Ende April 2022 erreicht uns die Nachricht: Das Gebäude ist fertig. Die Photovoltaikanlagen für das Bürogebäude sowie den Produktionsraum sind in Betrieb.

Im Rahmen unserer Sambia-Reise im Mai 2022 überzeugen wir uns vor Ort vom Stand zu dem Projekt, das mit maßgeblicher finanzieller Unterstützung der Schmitz-Stiftungen überhaupt erst realisiert werden konnte. Dafür danken wir den Schmitz-Stiftungen sehr herzlich. Das Gebäude ist von außen und innen sehr schön und funktional geworden.
Jetzt ist es möglich, Schulabsolventen, die die Nähschule erfolgreich besucht haben, einen Arbeitsplatz anbieten zu können. Die Plätze sind begrenzt. Die Besten haben die Chance. Insgesamt sollen 16 Personen in der Manufaktur arbeiten können. Der Betrieb läuft bereits seit Januar 2022. Nun werden auch elektrischen Maschinen eingesetzt.
Wir hoffen, dass sich die Manufaktur in 3 bis 5 Jahren selber tragen wird.

Wir danken auch Ihnen als Unterstützer des Sambia e. V.! Ohne Spenden könnten wir solche Projekte zur Hilfe zur Selbsthilfe gar nicht stemmen.